Sprachporträt Spanisch


Geographische Verbreitung und Sprecherzahl

Das spanische Sprachgebiet umfasst Spanien und das gesamte Lateinamerika vom Süden der USA bis zur Südspitze Argentiniens und Chiles - mit Ausnahme von Brasilien und den beiden Guayanas und Surinam sowie einzelnen Karibikinseln. In Spanien ist das Spanische für nicht ganz 3/4 der Bevölkerung (unter 30 Mio) Muttersprache, für etwas mehr als 1/4 (über 10 Mio) Zweitsprache oder «zweite Muttersprache». In Lateinamerika wird Spanisch von etwa 300 Millionen gesprochen, wobei für einen kleineren Anteil von indianischsprachiger Bevölkerung in weiten ländlichen Bereichen, besonders in Bolivien, Peru, Ekuador, Paraguay und Mexiko, Spanisch nur Zweitsprache ist. Zur lateinamerikanischen Hispanophonie gehören auch über 20 Millionen Sprecher in den USA (besonders in den südlicheren Staaten). In anderen Erdteilen sprechen 2 bis 3 Millionen auf den Philippinen (dort weicht es allerdings dem Englischen und dem Tagalog) und etwa 1/2 Million in Äquatorial-, West- und Nordafrika Spanisch. Vor Französisch und Portugiesisch ist das Spanische eine der drei weltweit verbreiteten romanischen Sprachen und nach dem Chinesischen und Englischen die dritthäufigste Sprache der Welt.


Ursprung und historische Ausbreitung

Das Spanische hat sich nach dem 5. und bis zum 10. Jahrhundert aus dem gesprochenen Latein (unter Einfluss des geschriebenen) entwickelt - und zwar in einem kleinen Gebiet des heutigen Alt-Kastilien (daher auch die mit español synonym gebrauchte Bezeichnung castellano), nämlich um Burgos und in der davon nördlich gelegenen Montaña. Es breitete sich dann im Zuge der «Reconquista» - der Eroberung der Territorien, die die Araber im 8. Jahrhundert unter ihre Gewalt gebracht hatten - fächerförmig nach Süden aus. Aus dieser Zeit haben sich bis heute etwa 1000 arabische Wörter im heutigen spanischen Wortschatz (oft daran kenntlich, dass sie mit dem vorgesetzten arabischen Artikel «a(l)» beginnen) erhalten. Demgegenüber haben vorrömische Substrate (Iberisch, Keltisch) und das germanische Superstrat (Westgermanisch) wenig Spuren hinterlassen.


Die Blütezeit des 16. und 17. Jahrhunderts und die Kolonisation

Mitte bis Ende des 16. Jahrhunderts fand das Spanische lautlich seine heutige Form. Während im Königreich Kastilien-León die Literatur im 16. und 17. Jahrhundert eine Hochblüte erlebte (der Don Quijote von Cervantes, Lope de Vegas und Calderóns spanisches Theater sowie hochbedeutende Dichtung) verbreitete sich das Spanische über ganz Süd- und Mittelamerika (außer Brasilien) und im Norden bis Kalifornien (San Francisco, Los Ángeles) und Texas, die erst nach der spanischen Kolonialisierung an die USA fielen.

Auf der Iberischen Halbinsel hatte das Spanische vom 13. bis 15. Jahrhundert große Teile des leonesischen und aragonesischen sowie das mozarabische Sprachgebiet (Andalusien) absorbiert. Dagegen behaupteten sich im gesamten westlichen Viertel der Iberischen Halbinsel das Portugiesische und das mit ihm ursprünglich identische Galicische und im östlichen Sechstel das Katalanische sowie im Norden das Baskische. Im katalanischen Sprachgebiet fand das Spanische erst mit der staatlich verordneten Schulpflicht Mitte des 19. Jahrhunderts breiteren Eingang.

In Süd- und Mittelamerika haben sich bis heute viele Indianersprachen erhalten, allerdings nur wenige, die von einer größeren Zahl von Bewohnern noch heute als Muttersprache gesprochen werden (z. B. Quechua, 8-10 Millionen).

Der Normierung und Sprachpflege diente die 1713 nach französischem Vorbild gegründete Real Academia Española und 1815 wurde die im wesentlichen bis heute gültige Orthographie festgelegt. International genoss das Spanische als Sprache der Volksdichtung und Literatursprache z. B. bei den deutschen Romantikern hohes Ansehen, konnte aber nicht den Status einer Wissenschaftssprache erreichen wie das Französische  und später das Deutsche und dann das Englische.


Das Spanische heute

Durch die Emanzipation der südamerikanischen Staaten und jüngst durch die Bevölkerungsexplosion in diesem Erdteil ist das Spanische von der Zahl der Sprecher her zu einer der vorherrschenden Weltsprachen geworden. In der UNO hat sich das Gewicht der vielen spanischsprachigen Staaten in der Wahl eines Peruaners zum Generalsekretär (Pérez de Cuellar, 1982-1991) niedergeschlagen. Das Spanische hat sein Prestige aber insbesondere durch die lateinamerikanische Literatur des 20. Jahrhunderts  bekommen. Charakteristisch für den Boom der lateinamerikanischen Literatur war es, dass Autoren aus den verschiedensten Ländern an dem weltliterarischen Erfolg beteiligt waren: Gabriel García Márquez (Kolumbien), Jorge Luís Borges und Julio Cortázar (Argentinien), Mario Vargas Llosa (Perú), Alejo Carpentier (Cuba), Octavio Paz und Carlos Fuentes (Mexiko) und auf dem Gebiet der Dichtung Pablo Neruda (Chile) sowie eine Reihe weiterer Autoren auch aus weiteren Ländern.


Varietäten des Spanischen

Das Spanische hat innerhalb seiner deutlich erhaltenen Einheit zwei Normen, eine europäisch-spanische und eine hispanoamerikanische, herausgebildet, die sich am deutlichsten in der Aussprache von c und z als stimmloses th (wie englisch 'think') in der hochspanischen Norm und als stimmloses s (wie in 'wissen') in Lateinamerika unterscheidet. Freilich bestehen schon in Spanien selbst diese beiden Normenkennzeichen nebeneinander, da die hochspanische Norm auf Kastilien und den Norden beschränkt ist und in Andalusien mehrheitlich c und z als stimmloses s realisiert werden (in einzelnen andalusischen Gebieten gibt es allerdings sogar das Gegenteil, nämlich das Lispeln aller Sibilanten). Die stimmlose Sibilantenaussprache hat jedenfalls das auf die Kanarischen Inseln und nach Südamerika getragene Spanisch vorrangig bestimmt. Generell kann man sagen, dass vieles, was in Südamerika nach spezifischen Eigenheiten aussieht, schon in den Dialektvarianten in Spanien selbst vorhanden oder angelegt war. Vor allem aber im lexikalischen Bereich hat das amerikanische Spanisch im Zuge der Adaptation an indianische Gegebenheiten deutlich Neues aufgenommen und dabei natürlich auch regionenspezifische Charakteristika herausgebildet. Solche Charakteristika gibt es sogar in einigen grammatischen Aspekten, wie der Sie-Anrede oder den Verbformen (z. B. in Argentinien oder in Mexiko), aber damit ist die relative Homogenität des Hispanoamerikanischen nicht kommunikationshemmend beeinträchtigt.


Charakteristik

Aussprache und Schrift des Spanischen

Die spanische Orthographie bemüht sich um exakte Wiedergabe der Aussprache. Das Vokalsystem ist besonders einfach, ja im Vergleich zu allen anderen romanischen Sprachen reduziert: es gibt nur fünf Vokale, die alle mit einer mittleren Länge und mittleren Öffnung gesprochen werden. Für einen Deutschsprachigen ist es wichtig, e, o und a offener auszusprechen, als die langen deutschen Vokale (also ein e mehr wie in Bett als in Beet, ein o mehr wie in Ross als in Rose, ein a mehr wie in Watt als in waten); hingegen muss man i und u immer geschlossen, in der Lippenextremstellung, sprechen (also wie in Diele nicht wie in Dill und wie in Wohnen nicht wie in Wonne).

Bei den Konsonanten gibt es im Grunde nur sechs spezifische Schreibungen und Laute, die einzuprägen sind:
  1. /ñ/: Das ñ von España klingt wie das franz. gn in Cognac [nj].
  2. /ll/: Das ll von llama oder Vargas Llosa klingt in der Normaussprache wie in Million [lj], doch meist einfach wie [j].
  3. /ch/: Das ch von Che Guevara ist einfach die spanische Schreibung für deutsches tsch [tʃ]
  4. /j, g/: Hingegen ist das spanische /j/ die Entsprechung von deutschem -ch in Bach oder Buch, also hinten in der Kehle gesprochen [χ]. Ebenso wird ge, gi ausgesprochen: [χe, χi]; nur in ga, go, gu spricht man ein [g]; um ein «deutsches» g vor e, i zu notieren, schreibt man gue, gui; soll das u gesprochen werden, schreibt man güe, güi.
  5. /s, c, z/: In Hispanoamerika werden alle drei Konsonanten (außer c vor a, o, u) wie scharfes s in Wissen gesprochen. Diese Aussprachenorm ist am einfachsten zu erlernen und zu befolgen. In Kastilien und im Norden Spaniens gilt diese aber nur für das s. Das c vor e, i sowie das z vor allen Vokalen wird stimmlos "gelispelt" wie im Englischen /th/ von thick [θ] (nicht stimmhaft wie in this und the [ð]!).
    Das /c/ wird vor a, o, u überall wie [k] gesprochen; [ke, ki] schreibt man que, qui.
  6. /x/: Ein x zwischen zwei Vokalen wird [gs] gesprochen: examen - [egsámen].
    Ein x am Anfang eines Wortes vor einem Vokal muss als [s] ausgesprochen werden: xilófono - [silófono].
    Ein x vor einem Konsonanten wird auf der iberischen Halbinsel als [s] ausgesprochen: exponer - [esponér]; die Aussprache in Hispanoamerika entspricht jedoch dem intervokalischen [gs]: exponer - [egsponér].
    Ausnahme: Nur noch in wenigen Worten erhalten, existiert die archaische Aussprache des x, die dem deutschen ch in Bach entspricht: z.B. in den Ortsnamen México (und dem Adjektiv mexicano), Oaxaca sowie dem Familiennamen Ximénez oder dem weiblichen Vornamen Ximena.
Ein paar weniger entscheidende Einzelheiten sind:
  • /v/ wird intervokalisch wie [w], am Wortanfang wie [b] gesprochen;
  • /h/ geschriebenes h wird nicht gesprochen;
  • /r/ wird an der Zungenspitze gerollt, Doppel-r  /rr/  etwas stärker.
Ferner werden zwischen Vokalen b, v, g und d nicht scharf anlautend gesprochen, sondern frikativ: b und v etwa wie ein schwach angedeutetes deutsches w [β], das d wie ein englisches stimmhaftes  [ð] (this, those), das g wie ein westfälisch-lippisches g in ganz [ɣ].

Die Betonung ist zweifelsfrei an der Schrift erkennbar: wo der Akzent steht (immer in der Form eines Akuts ´), liegt die Betonung; steht kein Akzent, wird die vorletzte Silbe betont, wenn das Wort auf Vokal oder dahinterstehendem -s oder -n endigt, sonst die letzte.
Entsprechendes gilt für das Akzentsetzen beim Schreiben.

Charakteristische Wort- und Lautstruktur des Spanischen

Auf einige der bisher benannten Laute ist der Lauteindruck des Spanischen zurückzuführen, der im allgemeinen als weniger einschmeichelnd und melodiös angesehen wird, als der Eindruck des Italienischen.

Das Spanische wird als gleichförmiger und härter oder auch als besonders klar empfunden. Das liegt zunächst an der geringen Zahl verschiedener Vokale. Auffällig ist ferner der in den anderen romanischen Sprachen nicht existente ach-Laut [χ], z. B. in Jorge ['χorχe] und der ebenfalls sonst im Romanischen unbekannte Lispellaut [θ] ce, ci, za, zo, zu. Anderseits fehlen im Spanischen eine Reihe stimmhafter und stimmloser Sibilanten und verwandter Konsonanten, die fast alle anderen romanischen Sprachen haben: das stimmhafte s [z] (it., port., kat. rosa, fr. u. deutsch rose); das [ʃ] von chef; das [ʒ] von Garage, fr. jour, das [dʒ] von it. giorno, kat. mitja.

Konsonantischer Auslaut tritt öfter als im Italienischen auf, denn ein End-e fällt im Spanischen nach romanischem r, l, n, s, t, d weg. In diesen Fällen hat das spanische Wort dann auch eine Silbe weniger als das Italienische. Allerdings hat das Spanische noch erheblich mehr vokalische Auslaute als das Katalanische.

Auffällige Merkmale spanischer Wörter im Vergleich zu anderen romanischen Sprachen sind insbesondere:
  • die Diphthongierung von betontem lateinischen e und o zu ie und ue: festa zu fiesta und terra zu tierra, sowie bonus zu bueno und forte zu fuerte; da sie unter dem Hauptton stehen, fallen diese Diphthonge besonders auf;
  • der Verlust des anlautenden f-, das zu stummem h- wird: facere zu hacer und ferrum zu hierro;
  • anlautende cl-, fl-, pl- sind im Spanischen ll- [lj]: clave zu llave, flamma zu llama, planus zu llano;
  • ct wird zu ch [tʃ]: octo zu ocho, nocte zu noche;
  • ll und ch gelten im Spanischen übrigens als eigene Buchstaben im Alphabet, die nach l und c eingeordnet werden -
  • ein romanisches -li- wird zu j [χ]: filius (it. figlio) zu hijo, folia (it. foglia) zu hoja.
Im Spanischen ist die Position des Akzents von entscheidender Bedeutung­: líquido (flüssig), liquido (ich liquidiere), liquidó (er liquidierte). Interessant ist, dass es für das Personalpronomen der 1. und 2. Person Plural eine maskuline und eine feminine Form gibt (nosotros, nosotras). Typisch für das Spanische ist auch die Vorliebe für die reflexive Form mit se, die in der gesprochenen Sprache praktisch das Passiv ersetzt hat.


Minilex Spanisch
(Die häufigsten Wörter der wichtigen Wortarten: ca. 400 Wörter)

Zahlen

cero        
uno, una once   veintinuo cien(to)
dos doce veinte veintidos doscientos, -as
tres trece treinta treinta y uno trescientos, -as
cuatro catorce cuarenta   cuatrocientos, -as
cinco quince cincuenta   quinientos, -as
seis dieciséis sesenta   seiscientos, -as
siete diecisiete setenta   setecientos, -as
ocho dieciocho ochenta   ochocientos, -as
nueve diecinueve noventa   novecientos, -as
diez   cien(to) mil / dos mil un millón / dos -es.

Die Zahlen 11-15 enden auf -ce; 16-19 beginnen mit dieci-; 20 endet auf -einte, 30 auf -einta, 40-90 auf -enta.
Die Ordnungszahlen lauten: primer(o), -a (1.), segundo, -a (2.), tercer(o), -a (3.), quarto, -a (4.), quinto, -a (5.), sexto, -a (6.), sé(p)timo, -a (7.), octavo, -a (8.), no(ve)no, -a (9..), décimo, -a (10.). Die Ordnungszahlen über zehn werden kaum ge­braucht. Man ersetzt sie üblicherweise durch die Kardinalzahl.
medio, semi- , halb; la mitad, die Hälfte;  un tercio, ein Drittel; un cuarto, ein Viertel, doble, doppelt.

Artikel

el, los männlicher bestimmter Artikel sg., pl. daneben: lo bueno (das Gute)
Die männlichen Artikel gehen Verbindungen mit de und a ein: del und al
la, las weiblicher bestimmter Artikel sg., pl.
 
un, una (ein, eine) / Plural: unos, unas (einige)

Präpositionen

a (al) (zu) / de (del) (von) / para (für) / en (in) / dentro de (in) /  por (durch);
con (mit) /  sin (ohne) / contra (gegen) / fuera (de) (außer) / hasta (bis zu);
entre (zwischen) / encima de (auf) / sobre (auf, über) / (de)bajo (de) (unter)
delante de (vor) / detrás de (hinter) / antes de (vor, bevor) / después de (nach) / desde (seit, aus, von) / durante (während);
al lado de (neben) / alrededor de (um ... herum) / hacia (gegen, nach);
(siehe auch Adverbien)
hace [un año] (vor [einem Jahr]).

Zeiteinteilung

el segundo/ el minuto / un quarto de hora (Viertelstunde) / una media hora / la hora;
las once y veinte (11.20) / las dieciseis y treinta (16.30);
el día (Tag) / la mañana (Morgen) / la tarde (Nachmittag/Abend) / la noche (Nacht);
buenos días, buenas tardes (guten Tag) / buenas noches (guten Abend/Nacht);
la semana (Woche): lunes (Mo), martes (Di), miércoles (Mi), jueves (Do), viernes (Fr), sábado   (Sa), domingo (So) [die ersten fünf Wochentage enden auf -es];
el mes (Monat): enero, febrero, marzo, abril, mayo, junio, julio, agosto, septiembre, octubre, noviembre, diciembre;
estación, temporada (Jahreszeit): la primaverael verano / el otoño / el invierno;
días de fiesta: Pascua (Ostern) / Pentecostés, Pascua Florida (Pfingsten) / Navidad (Weihnachten);
año (Jahr) / siglo (Jahrhundert);
el tiempo (Zeit) / el momento / una vez (einmal), dos veces (zweimal).

Familie + Personen

los padres  (Eltern);
padre, madre (Vater, Mutter) / abuelo/-a (Großvater, -mutter);
hijo/-a (Sohn, Tochter) / nieto/-a (Enkel, -in);
hermano/-a (Bruder, Schwester) / tío/-a (Onkel, Tante);
primo/-a (Vetter, Cousine) / sobrino/-a (Neffe, Nichte);
marido, esposa (Ehemann, Ehefrau) / hombre, mujer (Mann, Frau);
señor, señora (Herr, Frau) / niño, muchacho/-a, chico/-a (Kind, Junge, Mädchen);
familia / la gente (Leute) / pueblo (Volk) / nación.

Häufigste Nomina

el mundo(Welt) / la tierra (Erde) / el país (Land) / la ciudad  (Stadt) / el lugar (Ort) / la casa (Haus) / la calle (Straße) / la plaza (Platz);
el agua (Wasser) / la luz (Licht) / el sol (Sonne) / el fuego (Feuer);
la vida (Leben) / la fuerza (Stärke) / el trabajo (Arbeit) / la obra (Werk);
la parte (Teil) / el fin (Ende);
la cosa (Sache) / la idea / la palabra (Wort) / el nombre, apellido (Name) / número, cifra (Nummer, Ziffer) / la verdad (Wahrheit) / nada (Nichts).
[Fast alle Substantive auf -a, -dad, -ión sind weiblich, auf -o, -e und Konsonanten gehen die meisten männlichen aus. Substantive (wie auch die Adjektive) bilden ihren Plural durch An­hängen von -s oder -es.]

Adjektive

Häufigste Adjektive
(Die Adjektive sind in folgender Reihenfolge aufgeführt: maskulin Singular, feminin Singular, maskulin Plural, feminin Plural)
todo, toda, todos, todas (ganz) / cada, cada, -, - (jede-r) /
algun(o), alguna, algunos, algunas (irgendein) / ningun(o), ninguna, -, - (keiner, niemand) / nadie (niemand) / solo, sola, solos, solas (allein);
otro, otra, otros, otras (andere-r) / mismo, misma, mismos, mismas (gleiche-r) /
tal, tal, tales, tales (solche-r);
gran(de), gran(de), grandes, grandes (groß) / pequeño, pequeña, pequeños, pequeñas (klein) / mucho, mucha, muchos, muchas (viel) / poco, poca, pocos, pocas (wenig);
bueno, buena, buenos, buenas (gut) / malo, mala, malos, malas (schlecht);
lindo, linda, lindos, lindas (schön);
nuevo, nueva, nuevos, nuevas (neu) / joven, joven, jovenes, jovenes (jung) / viejo, vieja, viejos, viejas (alt) / anciano, anciana, ancianos, ancianas (alt [Personen]);
alto, alta, altos, altas (hoch) / bajo, baja, bajos, bajas (niedrig).

Wie alle romanischen Sprachen kennt das Spanische 4-endige Adjektive.
4-endige Adjektive haben folgendes Formeninventar:

  Singular Plural
Maskulin bueno buenos
Feminin buena buenas

Abweichungen
Adjektive, die im maskulin Singular auf -or,- ón, -án,- ín enden und Nationalitätsadjektive, die auf Konsonant enden, haben im Plural nur in der maskulinen Form ein Endung auf -es:

mask.sg. fem.sg. mask.pl. fem.pl.    
trabajador trabajadora trabajadores trabajadoras fleißig  
francés francesa franceses francesas französisch  
 
Alle anderen Adjektive, die auf Konsonant enden, erhalten keine Femininmarkierung und im Plural wird ein -es angehängt. Daneben gibt es auch invariable Adjektive (siehe auch häufigste Adjektive):
 
mask.sg. fem.sg. mask.pl. fem.pl.    
medieval medieval medievales medievales mittelalterlich 2-endig
gris gris grises grises grau 2-endig
feliz feliz felizes felizes glücklich 2-endig
cada cada - - jeder invariabel

Partizipien
Adjektivisch gebrauchte Partizipien verhalten sich wie Adjektive:

mask.sg. fem.sg. mask.pl. fem.pl.  
callado callada callados calladas schweigsam
divertido divertida divertidos divertidas lustig

Steigerung
Die Steigerung ist panromanisch:
  Steigerungspartikel  
Komparativ   más más grande (größer)

Superlativ

(sg.)

el/la más

e/la más grande (größte)

 

(pl.)

los/las más

los/las más grandes


Häufige unregelmäßige Steigerungsformen: mejor (besser); peor (schlimmer); menor (geringer).

Konjunktionen

y (und) / o (oder) / que (dass) / si (wenn), cuando (wenn und als) / porque (weil) / pero (aber) / como (da) / mientras (während) / sin que (ohne dass) / aunque (obwohl) / ni ... ni (weder ... noch).
quizá, quizás (vielleicht) / también (auch);

Verneinung und Bejahung

No (nein; nicht); (ja);
Verneinung nach dem Sandwichprinzip:
no ... nada (nichts), no ... nunca (nie), no ... más (nicht mehr), no ... jamás (nie mehr).

Personal- und Possessivpronomen

Personalpronomen Possessivpronomen

Nom.

Dat.

Akk.
adjektivisch substantivisch
yo a mi/me me mi/mis el/la, lo mío/-a..-s
a ti/te te tu/tus el/la, lo tuyo/-a..-s
m: él a él/le lo su/sus el/la, lo suyo/-a..-s
f: ella a ella/le la  
nosotros, -as a nosotros/nos nos nuestro/-a/-s el/la/lo nuestro..-s
vosotros, -as a vosotros/os os vuestro/-a/-s el/la/lo vuestro..-s
m: ellos a ellos/les los su/sus el/la, lo suyo/-a..-s
f: ellas a ellas/les las  

Anredeformen sind usted, ustedes (Vd., Vds.) + 3. Person.
Die Reflexivpronomina unterscheiden sich von den Personalpronomina nur in der dritten Per­son: Hier gilt als Universalform geschlechtsneutral für Sg. und Pl.: se.
se + 3. Pers. wird auch unpersönlich ("man") gebraucht: se hace (man macht).

Pronomen

1. Demonstrativpronomen:
este, esta, esto (alleinstehend éste, ésta, ésto  (-s)) (diese/r hier ... )
ese, esa, eso (alleinstehend ése,  ésa,  éso   (-s)) (diese/r, jene/r)
aquel, aquella, aquello (diese/r da, dort ....)
 
2. Interrogativpronomen:
qué, de qué, a (para) qué, porqué: was,  wovon, wozu, warum; 
quién (quiénes), de quién , a quién, con quién, a quién: wer, wessen, wem, mit wem, wen; cuál/les, a cuál: welche-r, zu (auf) welche-r(n);
cómo, dónde, cuándo; cuánto:  wie, wo, wann; wieviel.
 
3. Relativpronomen:
que, quien/-es, el/la/lo cual  der/die/das, welche/r/s;
cuyo dessen, von dem;
a quién/-es dem, der, denen;
que, a quién/-es den/die/das, welche/r/s für Akk Objekt im Relativsatz.

Adverbien

1. Ort
aquí (hier) / allá, allí (dort);
arriba, encima (oben) / abajo, debajo (unten);
delante (vorn), adelante (vorwärts) / detrás (hinten), hacia atrás (zurück);
dentro, al interior (drinnen, innerhalb) / (a)fuera (draußen);
al lado (neben), cerca (nahe) / lejos (weit) / en ninguna parte (nirgends);
a la izquierda/derecha (links/rechts), todo recto, siempre derecho (geradeaus).
 
2. Zeit
hoy (heute) / mañana (morgen) / pasado mañana (übermorgen) / ayer (gestern) / anteayer (vorgestern);
antes (vorher, früher) / después (nachher, später) / ahora (jetzt) / ahora mismo, en seguida, inmediatamente  (sofort)  / pronto, dentro de poco (bald) / luego (dann, danach);
temprano (früh) / tarde (spät) / de repente (plötzlich);
nunca, jamás (niemals, nie mehr) / a veces (manchmal) / de vez en cuando (gelegentlich) / muchas veces (oft) / siempre, cada vez (immer);
ya (schon); aún, todavía (noch); mientras (tanto), entretanto, durante (währenddessen);
despacio, lentamente (langsam) / rápido, de prisa (schnell).
 
3. Menge

nada (nichts) / apenas (kaum) / poco (wenig) / bastante (genug) / mucho (viel) / dema­siado (zu viel);

medio, a mitad (halb) / cuanto (wieviel) / tanto (soviel) / así, de tal manera, tan(to) (so);
más (mehr) / menos (weniger) / solamente, sólo, no ... más que (nur) / casi, por poco (fast).

Die zwanzig häufigsten Verben

[nach Bedeutungsfeldern geordnet]
(Präsens / 3 Vergangenheitsformen / Futur / Konjunktiv)

ser: soy, eres, es, somos, sois, son / era / fui / he sido / seré / sea (sein).
estar: estoy, estás, está, estamos, estáis, están / estaba / estuve / he estado / estaré / esté (sein, sich befinden).
haber: he, has, ha, hemos, habéis, han / había/  hube / he habido / haré / haya (haben); [hay (es gibt); hay que (man muss)].
tener: tengo, tienes, tiene, tenemos, tenéis, tienen / tenía / tuve / he tenido / tendré / tenga (haben, halten) [tener que + Inf. = müssen].
ir: voy, vas, va, vamos, váis, van /  iba /  fui / he ido / iré / vaya (gehen) [ir a + Inf. dient auch zur Futurbildung].
venir: vengo, vienes, viene, venimos, venís, vienen / venía / vine / he venido / vendré / venga (kommen).
hacer: hago, haces, hace, hacemos, hacéis, hacen / hacía /  hize / he  hecho / haré /  haga (machen).
poder: puedo, puedes, puede, podemos, podéis, pueden / podía / pude / he podido / podré / pueda (können).
querer: quiero, quieres, quiere, queremos, queréis, quieren / quería /  quise / he querido / querré / quiera (wollen).
deber: debo, debes, debe, debemos, debéis, deben /  debía /  debí / he  debido / deberé / deba (müssen) [unpers. Ersatzform: hay que + Inf. (man muss ...)].
decir: digo, dices, dice, decimos, decís, dicen / decía / dije / he dicho / diré / diga (sagen).
hablar: hablo, hablas, habla, hablamos, habláis, hablan / hablaba / hablé / he hablado / hablaré / hable (sprechen).
llamar: llamo, llamas, llama, llamamos, llamáis, llaman / llamaba / llamé / he llamado / llamaré / llame (rufen, nennen); se llama .. (er/sie heißt ..).
saber: sé, sabes, sabe, sabemos, sabéis, saben / sabía / supe / he  sabido / sabré / sepa (wissen).
creer: creo, crees, cree, creemos, creéis, creen / creía / creí, creiste, creyó / he creido / creeré / crea (glauben).
ver: veo, ves, ve, vemos, veis, ven /  veía / vi, viste, vio / he visto / veré / vea (sehen).
dar: doy, das, da, damos, dais, dan / daba /  di, diste, dio / he dado / daré / dé (geben).
llevar: llevo, llevas, lleva, llevamos, lleváis, llevan /  llevaba /  llevé / he  llevado / llevaré / lleve (nehmen).
poner: pongo, pones, pone, ponemos, ponéis, ponen  / ponía / puse / he  puesto/ pondré /  ponga (setzen, stellen, legen).
dejar: dejo, dejas, deja, dejamos, dejáis, dejan / dejaba / dejé / he  dejado / dejaré / deje (lassen).

Die Strukturwörter des Spanischen

Diese Wörter sind die fundamentalen Elemente der spanischen Sprachstruktur. Sie machen in einem durchschnittlichen Text bereits 50-60 % des benutzten Vokabulars aus.

Die dunkel unterlegten Wörter sind "Profilwörter" des Spanischen.
 
a in, nach, an  [PW]
acabar beenden (vgl. fr. achever)
ahí, allí, allá dort(hin), da
ahora jetzt (=zu dieser Stunde, a + hora, vgl. fr. alors, it. allora)
alguno/-a/-s (irgend)ein/e/r/s (fr. aucun, aber dort negativiert)
antes (adv/knj) vor(her) (vgl. fr. avant)
aquel/-la/-o jene/r/s (adj dem); der, die, das .. (da) (vgl. it. quello)
aquél/-la jene/r/s (prn dem); der, die, das (da).
aquí hier (adv) [PW] (vgl. it. qui)
aún noch, sogar
aunque obwohl, obgleich
bajo/-a (adj); bajo (prp) niedrig, unter/e/r, tief; unter [IW Baisse, Bass]
bien gut (adv) [PW]
buen(-o)/-a/-s gut [PW, IW Bonus = Gut-schrift]
cada (prn) jede/r/s [Im Kata-log findet man jede Ware]
como; ¿cómo? 1. wie; 2. wie? [PW] (vgl. fr. comment, it. come)
con (prp) mit [PW, aber kat. amb, fr. avec]
cosa; una cosa Sache, Ding, Angelegenheit; etwas [PW, IW kausal] (fr. chose)
¿cuál/-es?; (art +) cual/-es welche/r/s? (int); der, die, das, welche/r/s (rel) [PW]
¿cuándo?; cuando wann? (prn int); als, (immer) wenn (knj) [PW] (fr. quand)
¿cúyo/-a?; cuyo/-a/-s wessen?; dessen, deren (vgl. rum. cui)
dar geben [PW, aber fr. donner; IW Datum, gege­ben]
de von, aus; als [PW]
deber müssen, sollen, schulden [IW Debet: Soll] (it. dovere, fr. devoir)
decir sagen [PW] (fr., it. dire, rum. zice)
delante vor (de + Bestandteil -ante, der in fr. devant steckt)
dentro (dr)innen, innerhalb (< de + intro)
después nach, danach (fr. puis, it. dopo)
detrás hinten, hinter
¿dónde?; donde wo?; wo (rel) (vgl. rum. unde, fr. dont, pg. onde)
el (art); él (prn) der (art m); er (prn) [PW]
ella/s, ello/s sie (f sg/pl), es/sie (m pl) [PW]
en in, an, auf [PW]
encima auf, oben [IW En-zyme < gr.-lat. cyma (Keim, Spitze)]
entonces dann, danach
entre zwischen, unter [PW] (fr. entre)
ese, esa/ése, ésa, eso diese/r/s (dort)
este, esta/éste, ésta, esto diese/r/s (hier)
estar sein, sich befinden [PW] (vgl. fr. être, it. stare)
fuera draußen, außer(halb) (vgl. it. fuori, fr. dehors)
gran, grande groß [PW, IW grand-ios]
gustar gefallen, gern machen (fr. goûter) [IW Gusto]
haber haben [PW] (it. avere, fr. avoir)
hacer machen, tun [PW, IW Fazit] (fr.  faire, it.  fare, rum. a face)
hacia nach, gegen (vgl. fr. face à, en face de)
hasta / hasta que bis
hay / hay que es gibt; man muss (vgl. frz. il y a und il n'y a que)
ir gehen, fahren (vgl. fr. j'irai)
jamás nie(mals) (fr. jamais)
la/las die (art); sie (prn pers acc sg/pl) [PW]
le/les ihm, ihr/ihnen, Ihnen [PW]
lo/los das/die; ihn/sie  (art; prn pers m)
(el) lugar Ort, Platz, Stelle (fr. lieu, it. luogo, rum. loc) [PW, IW Lokal]
más mehr (rum. mai, pg. mais) [IW Maximum]
me, mi (nach prp) mir/mich [PW]
mi(s) unbet/ mio, -a(s) mein/e  [PW]
(el/lo/la) mismo/-a selbst; der-, dasselbe, dieselbe (fr. même, it. medesimo)
mucho  (adj, adv) viel/e, sehr (it. molto, vgl.fr. multi-)
muy + adj sehr
nada nichts (pg. nada)
nadie niemand
ningún, ninguno, -a kein/e/r/s (pg. nenhum)
no nein, nicht [PW]
nos uns [PW]
nosotros/-as wir [PW erkennbar]
nuestro/a/s unser/e [PW]
nunca nie(mals)
o, u oder [PW, aber rum. sau]
os euch (< v-os)
otro/-a/-s (ein/e) andere/r/s [PW, IW Altruist] (fr. autre, it. altro, rum. alt)
para für, um zu (pg. para)
(la) parte Teil [PW; IW Part]
pasar vorüber-, vorbeigehen [PW, IW Passant, Passat] (fr. passer)
pequeño/-a klein (pg. pequeno)
poco/-a/-s (adj) poco wenig [PW]  (fr. peu, it. poco)
poder können, dürfen [PW; Pot-enz] (it. potere)
poner setzen, stellen, legen [PW, IW ex-ponieren dar-legen]
por von, durch, wegen [PW]
¿por qué? warum? [PW, aber rum. de ce]
porque weil [PW] (vgl. fr. parce que)
primer(o)/-a erste/r/s [PW, IW Primus]
pues da, daher (fr. puis, it. poi, pg. pois, vgl. rum. apoi ) [PW]
¿qué? / que was (für ein)?; der, welcher, was [PW]
querer wollen, lieben
¿quién/-es? / quien/-es wer? welche? / welche/r, der, die
saber wissen, können [PW, IW h. sapiens] (it. sapere, fr. savoir)
se; sí (nach prp) sich [PW]
seguir folgen, weitermachen [IW kon-sequent, d.h. folgerichtig]
según nach, laut, je nachdem
(el) señor / (la) señora Herr / Frau, Dame [IW Senior] (vgl. fr. monsieur, Seigneur)
ser sein (verb) [PW]
sí / si ja, doch / wenn
siempre immer  (it. sempre)
sin ohne, ohne zu
sobre über, auf [IW supra-] (it. sopra)
su/-s; suyo/-a/-s sein/e, ihr/e [PW]
tal (prn) solch/e/r [PW]
también auch (< tan + bien = dt. ebenso + gut, "genausogut" = auch)
tan + adj so + adj
tanto/-a/-s (adj/adv) so viel/e, soviel, so sehr, so [IW Tantieme]
te; ti (nach prp) dir, dich [PW]
tener / tener que haben, halten [PW]; müssen
todo/-a/-s alle/s, jede/r/s [PW, IW total] (fr. tout, kat., rum. tot, it. tutto)
todo (adv) alles, ganz [PW]
tomar nehmen
tu/-s; tuyo/-a/-s dein/e [PW]
du [PW]
un/-a, unos/-as ein/e, einige [PW]
usted, ustedes; Vd., Vds. Sie (Anrede) (< vuestra merced Euer Gnaden)
venir kommen [PW, IW Advent] (fr. venir, it. venire, rum. a veni)
(la) vez (das) Mal (vgl. vice versa das umgekehrte Mal)
volver a + inf etwas wieder tun
vosotros/-as ihr (prn pers) [PW]
vuestro/-a/-s euer, eure ( prn poss) [PW]
y, (e) und [PW, aber rum. şi]
ya (ad) schon, bereits, gleich (fr. , it. già)
yo ich [PW]