Überreichung BMBF-Bewilligungsurkunden


Am: Mittwoch 16. September 2009
Um: 15:00 h (bis ca. 16.00 h)
In: Rundeturmstr. 10, Darmstadt, Raum 18, (Geb. S3/20)

Anlass

Die Technische Universität Darmstadt, und hier insbesondere das Fachgebiet Multimedia Kommunikation (KOM) von Prof. Ralf Steinmetz, leistet einen außergewöhnlichen Beitrag für die IT Exzellenz ihres Standortes: Dies sowie die Vielseitigkeit der Forschung unterstreichen erneut die vom BMBF bewilligten Projekte Motivotion und VirtuRAMA.

In einem kurzen Zeitraum von wenigen Wochen wurden mehrfach erfolgreiche Projektanträge des Fachgebiets von Prof. Steinmetz im IT-Bereich positiv beschieden: VirtuRAMA (BMBF), Motivotion (BMBF), German-Lab (BMBF), Green-Mobility als Baustein des Theseus Leuchturmprojekts der Bundesregierung (BMWi), Forschergruppe QuaP2P (DFG) und 80Days (EU). Über das Startup-Factory Vorhaben (finanziert vom Land Hessen und der EU) stärkt der Lehrstuhl von Prof. Steinmetz an der TU auch den Technologietransfer in Darmstadt.

Im Rahmen einer Feierstunde überreicht StS Andreas Storm die Bewilligungsurkunden zu den neubewilligten BMBF-Projekten.

Agenda

Ab 14:45 Stehempfang
15:00 Begrüßung durch das Präsidium
15:10 Rede StS A. Storm
15:20 Kurzvorstellung der Projekte Motivotion und VirtuRAMA
15:30 Führung Umbau 1. Stock
15:45 Diskussion mit Nachwuchswissenschaftlern

 

Kurzbeschreibungen der Projekte


Motivotion

Ziel des Verbundprojektes Motivotion 60+ ist es, die körperliche und geistige Fitness von Senioren zu verbessern, um diesen möglichst lange ein gesundes und unabhängiges Leben zu ermöglichen. Dies soll durch die Motivation der Generation 60+ zu gesunder körperlicher Aktivität erreicht werden. Trainingsprogramme für Senioren müssen in besonderem Maße individuell auf die jeweiligen Vorlieben, den Fitnesszustand, das Trainingsziel sowie den Gesundheitszustand abgestimmt werden können. Diese Individualisierung wird durch ein sensorgestütztes System erreicht, welches die sportliche Betätigung sowohl im Freien als auch zu Hause oder in einer zentralen Einrichtung unterstützt. Hierzu zählen etwa Vitalsensoren zur Messung der Herzaktivität, Bewegungssensoren zur Erkennung von Sportarten und Bewegungsdurchführung oder GPS-Sensoren zur Erstellung von Streckenverlauf und Höhenprofil. Die Sensoren werden kaum merkbar am Körper getragen. Die gesammelten Daten können dann an eine Internet-basierte Datenbank gesendet werden. Die Auswertung der Daten erlaubt einen einfachen Soll-Ist-Abgleich mit dem individuellen Trainingsprogramm und den Trainingsfortschritten. Innerhalb des Projektes beteiligen sich die darmstädter Forscher an der Entwicklung spielerischer Trainigseinheiten auf Basis von Serious Games Technologien. Das Projekt wird vom BMBF über drei Jahre mit insgesamt rund 2,5 Millionen Euro gefördert.

VirtuRAMA

VirtuRAMA ist Teilprojekt von German-Lab, das die deutsche Antwort auf die Aktivitäten zum Internet der Zukunft in den USA darstellt. Für die kommenden Jahre wird eine rasante Weiterentwicklung und Ausweitung des Internets vorausgesagt. Ein wichtiger Trend in der Zukunft des Internets wird das "Internet der Dinge" sein: Neben "traditionellen" Rechnern werden zukünftig eine große Anzahl an Alltagsgegenständen über das Internet verbunden sein, z.B. auch Haushaltsgeräte. Gleichzeitig wird das Internet verstärkt für die Übertragung von Audio- und Videoinhalten genutzt werden: Fernsehen via Internet oder Video-ondemand werden sich als Standardformate der Informationsvermittlung etablieren. Insbesondere auch in diesem Zusammenhang wird die Nutzung von dezentralen Netzen, sogenannten Peer-to-Peer-Netzen, weiter an Relevanz gewinnen, da hiermit die heute gebräuchlichen zentralisierten Lösungen unterstützt und entlastet werden können. VirtuRAMA hat die Virtualisierung von Leitungen und Routern zum Ziel, um diese als grundlegende Technologie für das zukünftige Internet zu etablieren. Die Flexibilität, die durch Virtualisierung erreichbar ist, wird erheblich zu einer zukunftssicheren Internetarchitektur beitragen und vielfältige, neue und heute unbekannte Anwendungen unterstützen oder sogar erst ermöglichen. Durch die Migrationsfähigkeit der virtuellen Netzressourcen wird ein schrittweiser Ausbau der Netzinfrastruktur, ohne Betriebsstörungen möglich werden. Das Projekt wird über zwei Jahre mit insgesamt rund 700.000 Euro gefördert.