Guidelines for Theses

Formale Anmerkungen zur Ausführung von
Studien-, Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten
für Studenten

am Fachgebiet
Multimedia Kommunikation (KOM)
Prof. Dr.-Ing. Ralf Steinmetz
Institut für Datentechnik
Fachbereich für Elektrotechnik und Informationstechnik
Technische Universität Darmstadt
November 2004

Diese Informationen geben einen Überblick über formale Anforderungen bei der Anmeldung, dem Verfassen und der Abgabe von Studien-, Bachelor-, Diplom- und Masterarbeiten. Hinweise für Vorträge zur Präsentation der Arbeit werden ebenfalls gegeben.

Allgemein

Am Fachgebiet KOM können im Wesentlichen Studenten der Fachbereiche 1, 18 und 20 Studien/Bachelor- bzw. Diplom/Masterarbeiten schreiben.

Inhaltliche Hinweise:

Informationen zu vorhandenen Themenstellungen stehen im Allgemeinen auf der KOM-Homepage, oder auf Aushängen am Fachgebiet. Zusätzlich können Studenten sich mit eigenen Themenvorschlägen an die entsprechenden wissenschaftlichen Mitarbeiter (Betreuer) wenden. Es werden sowohl theoretisch orientierte als auch praktische Arbeiten am Lehrstuhl vergeben. Für die Arbeiten sind ausreichend Rechner vorhanden, so daß Implementierung und Ausarbeitung komplett am Lehrstuhl erfolgen kann. Inhaltliche Fragen können mit dem Betreuer besprochen werden.

Anmeldung:

Der offizielle Beginn der Bearbeitung einer Diplomarbeit muss im Prüfungssekretariat des jeweiligen Fachbereiches angemeldet werden. Studienarbeiten sind in einigen Fällen ebenfalls anzumelden.

Sollte in Einzelfällen eine Einarbeitungszeit möglich sein, kann der genaue Zeitpunkt der Anmeldung mit dem Betreuer abgestimmt werden. Für diese Anmeldung der Diplomarbeit muß der Student aus dem entsprechenden Fachbereichsdekanat eine Bescheinigung für die Ausgabe des Themas der Studien/Diplomarbeit beim Betreuer abgeben, der diese Bescheinigung ausfüllt und an das Dekanat zurücksendet. Seitens KOM wird keine Prüfung vorgenommen, ob der Student aufgrund seiner bisher erbrachten Leistungen berechtigt ist, eine entsprechende Arbeit durchzuführen. Fragen zum Verfahren beantwortet Jan Hansen, Tel: 06151 / 16-6154.

Informationsrecherche

Es wird erwartet, dass studentische Arbeiten den aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik darstellen und geeignet zitieren. Für die Recherche wissenschaftlicher Veröffentlichungen (Zeitschriftenartikel, Konferenz- und Workshop-Beiträge) ist insbesondere Google Scholar sehr gut geeignet.

Werden allgemeine statistische Daten benötigt, so kann z.B. bei Statista recherchiert werden.

Über die Hinweise des Betreuers/der Betreuerin hinaus ist es möglich am SchreibCenter der TU Darmstadt Unterstützung für die Anfertigung einer Abschlußarbeit zu erhalten.

Prüfungsbestimmungen

Die Allgemeinen Prüfungsbestimmungen der TUD (APB) beschreiben Regelungen, die in der gesamten TU Darmstadt gelten.

Allgemeine Prüfungsbestimmungen der TUD


Täuschungsversuch (§ 38 APB)

 

(1) Wird festgestellt, dass ein Prüfling bei einem Prüfungsereignis eine Täuschung oder eine Ordnungswidrigkeit versucht oder bega ngen hat, so kann die Prüfung als „nicht ausreichend“ erklärt werden. Die Feststellung trifft die jeweilige Prüferin oder der jeweilige Prüfer, im Zweifelsfall im Einvernehmen mit der zuständigen Prüfungskommission.

(2) Ein Täuschungsversuch liegt auch vor, wenn eine falsche Erklärung nach §§ 22 Abs. 7, 23 Abs. 7 abgegeben worden ist oder ein anderes Werk, eine Bearbeitung eines anderen Werkes, eine Umgestaltung eines anderen Werkes ganz oder teilweise in der Prüfungsarbeit wiedergeben werden, ohne dieses zu zitieren (Plagiat).

Anmerkung:Auch Plagiate sind ein Täuschungsversuch. Sämtliche Passagen einer Arbeit, die nicht von der als Autor/in angegebenen Person stammen, müssen als Beiträger anderer Autoren kenntlich gemacht werden.

 

Alle bei KOM angefertigten Arbeiten werden auf Plagiate überprüft. 

Every thesis will be checked for plagiarism.
"Avoiding Plagiarism" by Purdue University.

Veröffentlichung der Abschlussarbeit (§ 23 APB)

 

 

7) Es sind zwei schriftliche Exemplare der Abschlussarbeit für die Prüferinnen und Prüfer und eine elektronische Fassung einzureichen. Das schriftliche Korrekturexemplar der Abschlussarbeit kann zu den Prüfungsakten genommen werden. Mit der Einreichung der Arbeit überträgt der Prüfling der Universität das Recht, die Abschlussarbeit in der Bibliothek und elektronisch zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung erfolgt in elektronischer Form, bei der das Recht zu dieser Veröffentlichung der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt eingeräumt wird. Dateiformat und Datenträger werden mit der Universitäts-und Landesbibliothek Darmstadt abgestimmt. Die Veröffentlichung bedarf der Genehmigung durch die Prüferinnen und Prüfer. Mit Zustimmung der Prüfungskommission kann die Veröffentlichung auf Antrag des Prüflings verschoben werden (Sperrvermerk), wenn dies zur Sicherung gewerblicher Schutzrechte erforderlich ist oder ein sonstiges berechtigtes Interesse glaubhaft gemacht wird.

 

 


Neben den Allgemeinen Prüfungsbestimmungen der TUD sind spezifische Regelungen der Studiengänge zu beachten. Die Studierenden sind selbst dafür verantwortlich, ob sie die Voraussetzungen einer Teilnahme an Prüfungen erfüllen.


Dauer

Die Dauer der Bearbeitung beträgt 3-6 Monate je nach Fachbereich, Art der Arbeit, Teilzeit- oder Vollzeitbearbeitung.

Anforderungen am Lehrstuhl

Formale Anforderungen an die Schriftliche Ausarbeitung

Jede Arbeit muss folgende Anforderungen erfüllen:

  • Seitenzahl (je nach Thema unterschiedlich)
  • Struktur der Arbeit
    • Titelseite
    • Ehrenwörtliche Erklärung
    • Inhaltsverzeichnis
    • Abbildungsverzeichnis
    • Tabellenverzeichnis
    • eigentliche Ausarbeitung z. B.
      • Einleitung
      • Grundlagenkapitel
      • Verwendete Werkzeuge
      • Bewertung der vorhandenen Ansätze und Selektionskriterien
      • Eigener Ansatz
      • Implementierung
      • Ausblick

    • Literaturverzeichnis

    • Anhang z. B.
      • Konfigurationsdateien
      • Spezifikationen
      • kommentierter Quelltext

        • elektronisch an Betreuer für AFS
          und
        • auf CD in jedem Papierexemplar

      • Evaluationsunterlagen

        • elektronisch an Betreuer für AFS
          und
        • auf CD in jedem Papierexemplar

      • Abkürzungsverzeichnis und Stichwortverzeichnis (optional)
  • Layout
    • Gliederung nicht tiefer als drei Ebenen
    • Proportionalschrift
    • Schriftgröße 11 pt
    • Abbildungen in Text integriert
    • Literaturverzeichnis im BibTex alpha-Format

    • 1 Autor = 3 Buchstaben + Jahreszahl
      2-4 Autoren = 1. ter Buchstabe der Autoren + Jahreszahl
      > 4 Autoren = 1. ter Buchstabe der ersten drei Autoren + "+" + Jahreszahl
      bei gleichen Abkürzungen mit a,b,c durchnumerieren
      Auflistung der Quellen alphabetisch

  • Format: LaTeX, WinWord

Es gibt für das Fachgebiet konkrete Layoutvorgaben für das Titelblatt der Arbeit und Beispiele für Vortragsfolien und Ausarbeitungen.

Abweichungen von diesen Anforderungen (insbesondere der Seitenzahl), nur nach Rücksprache mit dem Betreuer. Die schriftlichen Ausfertigungen müssen fristgerecht beim Betreuer bzw. bei der Betreuerin abgegeben werden. Ansonsten kann nach den Bestimmungen der Prüfungsordnung eine erfolgreiche Leistung nicht mehr bescheinigt werden. Alle Exemplare der Arbeit müssen auf der Seite der ehrenwörtlichen Erklärung unterschrieben sein.

Jede schriftliche Ausarbeitung muß eine handschriftlich unterschriebene ehrenwörtliche Erklärung enthalten.


Anzahl Exemplare

Die Anzahl der gedruckten Exemplare, in der die schriftliche Ausarbeitung abzugeben ist, hängt vom jeweiligen Fachbereich ab (0-2 Exemplare). Zusätzlich zu den gedruckten Exemplaren ist das Dokument in elektronischer Form abzugeben. Ebenfalls in elektronischer Form sind die Vortragsfolien abzugeben. Genau so wie bei der Ausarbeitung, werden die gängigen Formate akzeptiert (PowerPoint, FrameMaker etc.)


Implementierung

Es gibt Fachgebiets spezifische Richtlinien zur Kommentierung und Kodierung des Programm-Codes.

Weiterhin empfehlen wir das Buch Advanced Linux Programming, welches zum Download frei verfügbar ist.


Vortrag

Allgemein
Bei Arbeiten mit mehr als 3 Monaten Dauer sind ein Zwischenvortrag und ein Abschlußvortrag zu erarbeiten. Der Zwischenvortrag sollte i.A. nach einem Drittel der Bearbeitungszeit gehalten werden und eine Einführung über das zu bearbeitende Thema zum Inhalt haben. Der Abschlußvortrag geht dann detaillierter auf die eigene Arbeit und Ergebnisse ein. Beide Vorträge sollten eine Dauer von 20 Minuten haben. 20 Minuten dürfen nicht überschritten werden. Der Vortrag muss vom Betreuer ggf. nach 20 Minuten abgebrochen werden.
Bei 3-monatigen Arbeiten werden meistens keine Zwischenvorträge gehalten. Die Vortragsgestaltung geht - je nach Fachbereuch und Prüfungsordnung - mit unterschiedlichem Gewicht in die Note ein. Der Vortrag dient nicht dazu, Schwachstellen und Lücken in der Arbeit herauszufinden. Es geht vornehmlich darum, dem Studenten die Möglichkeit zu bieten, das Erarbeiten und Präsentieren von Vorträgen zu üben (Für Studenten des FB 1: Der Vortrag ist kein Prüfungsgespräch). Aus demselben Grund sind die Vorträge Pflichtveranstaltungen für alle von KOM betreuten Studenten. Termin, Thema und Ort der einzelnen Vorträge werden zunächst zwischen dem Studenten und dem Betreuer abgestimmt. Danach werden Termin, Thema und Ort per EMail bekannt gemacht.


Struktur des Vortrags
Im Einzelfall können Anzahl und Inhalt der Folien von den hier angegebenen Richtlinien abweichen. Die folgende Struktur sollte daher eher als Hinweis, denn als Vorschrift verstanden werden.

  • Zwischenvortrag
    • Titel, Betreuer, Zeitraum,..
    • Übersicht über den Vortrag
    • Ziel der Arbeit, Umfeld, Randbedingungen, Motivation
    • Lösungsansätze (Pro, Contra), Selektionskriterien
    • .....
    • Stand der Arbeit, Probleme, ...
    • 8. Folie: weiteres Vorgehen, Zeitplan, ...
  • Abschlußvortrag
    • Titel s.o.
    • ....
    • 10. Folie: Ausblick, offene Punkte, weitere Themen, Ideen

Hinweise zur Vortragsgestaltung
Die vorliegenden Punkte sind aus "Mixtur für einen guten Vortrag" von Markus Roggenbach von der Universität Mannheim entnommen:

  • Anzahl der Folien
  • Zu einer Folie gehören mindestens drei Minuten Vortrag, sonst wird einer der berüchtigten Folienfilme gezeigt.
  • Den Vortrag laut üben.
  • Denken braucht weniger Zeit als Reden. Wer den Vortrag nicht vorher sprechend durchgeht, hat keinen Anhaltspunkt wie lange der Vortrag dauert.
  • Foliengestaltung
  • Die Folien sollen den Vortrag unterstützen und nicht ersetzen. Allzu oft bestehen Vorträge aus Auflegen von Folien, zu denen der Autor wenig zu sagen hat. Ein sprachlicher Fehlgriff sind Bemerkungen der Art: "Den Rest können sie der Folie entnehmen".

    • Erfahrungsgemäß sind Folien zu voll. Das Publikum benötigt Zeit, um die vorher nie gesehenen Folien zu erfassen.
    • Die inhaltliche Gliederung einer Folie muß graphisch umgesetzt werden, z.B. durch Einrücken, oder das Verwenden verschiedener Schriftarten und Farben.
    • Projektionsflächen unterliegen Begrenzungen wie z.B. Heizungsrohren oder Tafeln. Damit eine Folie tatsächlich mit einmaligem Auflegen komplett gezeigt werden kann, sollte sie breite Ränder aufweisen.
  • Der Vortrag selbst
    • Angesichts der zu erwartenden Nervosität gerade zu Beginn des Vortrages bietet es sich an, die ersten Sätze vorher auszuformulieren und auswendig zu lernen. Dann ist zumindest der Start gesichert.
    • Der Vortrag ist schlecht, wenn ausschließlich das erzählt wird, was ohnehin schon auf den Folien steht.
    • Oft stehen Vortragende zu nah am Projektor und verdecken mit ihrem Kopf einen Teil der Folie. Wenn man möglichst weit vom Projektor steht, versperrt man dem Publikum nicht den Blick; zudem wirkt es viel souveräner wenn man zeigt, daß man die Folien nicht als Gedächtnisstütze braucht.
    • Es kann hilfreich sein, die aktuelle Stelle der Folie durch Zeigen markiert. Ebenso sollte man beim Erläutern einer Graphik beachten, daß man nicht den größten Teil der Graphik verdeckt.

Zusammenfassung

Zusätzlich zur schriftlichen Ausarbeitung, soll eine circa 2-seitige Zusammenfassung (Abstract) der Arbeit erstellt werden, die einen Überblick über das zu bearbeitende Thema gibt. Da diese Zusammenfassung zusätzlich zur Aufgabenstellung und dem Inhaltsverzeichnis über den KOM-WebServer für alle zugänglich gemacht werden soll, sollte die Abgabe der Zusammenfassung spätestens bei Beendigung der Arbeit im HTML-Format beim Betreuer erfolgen.


Muster-Ausarbeitungen und Layoutvorgaben

Besonders gelungene Ausarbeitungen und Layoutvorgaben für das Titelblatt, für den Inhaltsteil und für Vortragsfolien sind unter Templates zu finden.