Workshop e-Learning 2.0

„Web 2.0 and Social Software in Technology enhanced Learning“

im Rahmen der 5. e-Learning Fachtagung Informatik
DeLFI 2007
17. September 2007 - Siegen

 

Call for Paper

Web 2.0 Technologien und Social Software im E-Learning

Das Schlagwort Web2.0 fasst die Entwicklung neuartiger Web-basierter Anwendungen, Internet-Technologien und eine damit einhergehende Änderung des Nutzerverhaltens zusammen. Das Web 2.0–Paradigma charakterisiert eine Reihe von Prinzipiender Verwendung des Web als Plattform, der Nutzung kollektiver Intelligenz, des hohen Stellenwerts der Daten und der einfachen Benutzerführung. Ein wesentliches Merkmal dabei ist, dass Anwender nicht mehr nur Konsumenten von im Web eingestellten Informationen oder Contents sind, sondern zunehmend aktiv an der Gestaltung der Inhalte im Web partizipieren. Das Web wird Ort einer sozialen Begegnung mit Kommunikation und Kooperation einer sich im virtuellen Raum bildenden und dort repräsentierten Community. Die diese Entwicklung unterstützenden Anwendungen werden somit auch als Social Software bezeichnet.

Social Software aber auch andere Web2.0 Technologien verfügen in Bildungskontexten über sehr hohe Potenziale und werden vermehrt in solchen eingesetzt. Lernen ist in aller Regel und insbesondere auch in informellen Lernsettings ein sozialer Vorgang, welcher durch die das Web2.0 prägende Prinzipien befördert werden kann. Zum Einen können typische Nachteile, die dem Erfolg klassischer E-Learning Szenarien entgegenstehen, gemildert werden zum anderen ermöglicht mit Social Software ausgestaltete elearning-Angebote eine Reihe weitergehender Mehrwerte gegenüber traditionellen Lernkontexten. Insbesondere erleichtern die sehr geringen Partizipationsbarrieren Nutzern den Zugang zu Bildungsangeboten, fördern deren aktive Partizipation und die Nachvollziehbarkeit und Transparenz von Lern- und Kommunikations­prozessen erlauben deren Analyse und Auswertung für zukünftige Lernsituationen (Metalernen).

Für einen erfolgreichen Einsatz von Web2.0 Technologien und Social Software Anwendungen im E-Learning sind aber noch verschiedene Herausforderungen auf vier Ebenen in der Forschung und Entwicklung zu adressieren:

  • Anwendungen: spezielle Web 2.0 Anwendungen mit lernspezifischen Funktionalitäten sind zu gestalten
  • Infrastrukturen und Technologien: die dem Web 2.0 zugrunde liegenden und seinen Anwenderakzeptanz befördern­den Infrastrukturen und Technologien sind zu entwickeln.
  • Didaktik und Wirksamkeitsforschung: didaktische Modelle, die Web 2.0 Anwendungen einbeziehen sind zu entwickeln und deren Wirksamkeit zu erforschen.
  • Organisationsentwicklung: die Organisations- und Geschäftsmodelle von Bildungs­einrichtungen sind an die geänderten Anwendungen und ein geändertes Community­verhalten anzupassen.