EXIST Smart Parking

Es gibt in Deutschland rund fünf Millionen Parkplätze. Gerade in Ballungsgebieten oder zu Veranstaltungen sind sie eine begehrte Ressource. Deshalb kommt es häufig vor, dass Parkplätze trotz Beschilderung von Falschparkern belegt werden. Die Frage, wie Parkplätze für bestimmte Fahrer oder für Gäste freigehalten werden sollen, ist ungelöst.

Mit der Smart Parking-Anwendung und dem Einsatz von über das Internet gesteuerten Parkplatz-Sperrbügeln werden Parkplätze mechanisch gesperrt und können nur von Personen genutzt werden, die dafür eine Nutzungserlaubnis haben. Damit können erstmals einzelne Parkplätze individuell über das Internet für die Zukunft reserviert und gesperrt werden.

Die Lösung basiert auf einem im Markt etablierten Parkplatzbügel. Dieser wird um eine reichweitenstarke Funksteuerung über das Internet und ein effizientes Energiemanagement erweitert. Damit soll der Parkplatzbügel energieautonom mit einem handelsüblichen Akku mehr als zwei Jahre an einer beliebigen Stelle auf dem Gelände des Parkplatz-Betreibers arbeiten. Das Kommando für das Absenken bzw. Aufrichten des Parkplatzbügels erfolgt über das Internet, z.B. initiiert über das Smartphone des Autofahrers oder zentral über Mitarbeiter aus den Bereichen Rezeption, Sekretariat oder Hotline.

Durch das inhaltlich breit aufgestellte Gründerteam wurden bereits während der Pilotphase zahlreiche Gespräche mit Parkhausbetreibern, Kommunen, Autoherstellern, Parkhausinfrastrukturlieferanten und Beratern im Bereich „Smart City“ geführt, um die notwendigen technischen, rechtlichen und kommerziellen Anforderungen zu berücksichtigen und den Marktbedarf zu evaluieren. Daraus resultieren mehrere Letter-of-Intents und Anfragen für Pilotprojekte.

Durch das gewonnene EXIST-Gründerstipendium soll die bereits als ein Proof-of-Concept an der TU Darmstadt installierte kabelgebundene Variante zur individuellen Reservierung und Sperrung von Parkplätzen als funkgesteuerte und energieautarke Lösung erfolgreich am Markt eingeführt werden.

Das EXIST-Team besteht aus Torsten Uhlig, derzeit als Projektleiter bei der Einführung der Parkbügel an der TU Darmstadt tätig, Mathias Horniak, ausgezeichnet mit der besten KOM-Bachelorarbeit 2016 zum Thema IoT (Internet of Things) und Michael Schaab, zuständig für die Bereiche Vertrieb, Marketing und Unternehmensorganisation.

Geschäftsmodell: Unsere Vision ist es, dass Parkplatzbetreiber für sehr begehrte Parkplätze eine zeit- oder vorgangsbasierte Gebühr für die individuelle Nutzung des Parkplatzes durch ihre Kunden zahlen.

Gründungsvorgeschichte:

Der Lehrstuhl Multimedia Kommunikation (KOM) beschäftigt sich schon lange mit verteilten Sensornetzen. Besonderer Fokus liegt dabei auf der optimalen Nutzung von Sensoren für die Verbesserung und Integration für das tägliche Leben. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse liefern die Grundlage für die Entwicklung von alltagstauglichen, energieeffizienten und energieautarken Industrie- und Endverbraucherprodukten.

Das Unternehmen wird weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit der Forschungseinrichtung pflegen, z.B. bei der Betreuung von wissenschaftlichen Arbeiten. Der Lehrstuhl in Person von Prof.-Dr.-Ing. Ralf Steinmetz hat sich bereit erklärt, eine EXIST-Mentorenschaft zu übernehmen, die notwendigen Räume und Infrastruktur bereitzustellen, sowie die Gründer inhaltlich und unternehmerisch beratend zu unterstützen. Dabei kann auf die Erfahrung der erfolgreichen EXIST-Ausgründungen Tracktics (2016) und wer-denkt-was GmbH (2011) zurückgegriffen werden.

Link zum EXIST-Gründerstipendium:
http://www.highest.tu-darmstadt.de/faq_12/exist/exist_gruenderstipendium/hilfe_exist_gruenderstipendium.de.jsp

Links zu den beiden Blogbeiträgen:
https://blog.multimedia-communications.net/projekt-smart-parking-macht-parken-angenehmer/
http://blog.multimedia-communications.net/parken-per-smartphone-bequem-und-ohne-kabel/

Links zur Projektbeschreibung
https://www.smartparking.tu-darmstadt.de/projekt/index.html

 

Das Projekt SmartParking wird im Rahmen des EXIST-Programms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.