80:20-Relation – angewendet auf Studierende

November 18, 2025

Nicht ganz unpassend für unseren, den quantitativen Methoden zugeneigten Lehrstuhl – angesiedelt in der Elektrotechnik und der Informatik – beginnt Professor Scheuermann das Kaffeetrinken mit den besten Studierenden des FG Kommunikationsnetze (KOM) der Veranstaltungen des Sommersemesters 2025 mit einem Bild. Die Lehrenden befassten sich außerhalb der Lehrveranstaltungen zu 80% mit den 20% der Studierenden, bei denen es nicht so gut läuft. Deshalb freue er sich, einmal die 20% der Studierenden einladen zu können, bei denen es besonders gut läuft. 

Nach Informationen über Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten durch große und kleine Stiftungen, bekanntere und unbekanntere, stärkte sich die Runde bei leckerem Streuselkuchen und Kaffee, Tee oder Wasser.

Die Mitarbeitenden des Lehrstuhls stellten sich und ihre Forschungsthemen den Eingeladenen vor und warben um Interessenten für die bei KOM angebotenen Bachelor- und Masterarbeitsthemen. Mit intensiven Gesprächen und der Möglichkeit, sich untereinander kennenzulernen, verging der Nachmittag wie im Flug. Wir sind schon gespannt, wen wir bald wiedersehen werden.

Von der Forschung in die praktische Anwendung

„Mit Open6GHub+ gehen wir den entscheidenden Schritt von der 6G-Forschung in die Umsetzung“, erklärt Professor Hans Schotten, Koordinator des Vorhabens, Professor an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) und wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). „Unser Anspruch ist es, gemeinsam mit der Industrie frühzeitig belastbare, transferfähige Lösungen zu entwickeln – von KI-gestützten 6G-Netzen bis hin zu neuen 3D-Netzarchitekturen. Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands und Europas.“

Die Arbeiten in Open6GHub+ sind missionsorientiert organisiert und werden von Industriepat:innen begleitet, um eine konsequente Ergebnis- und Transferorientierung sicherzustellen. Zentrale Ergebnisse werden in offenen Experimentierfeldern und OpenLabs erprobt und der Industrie frühzeitig zugänglich gemacht.

Mit dem Start von Open6GHub+ wird ein zentrales Instrument der vom BMFTR Ende 2025 veröffentlichten 6G-Forschungsroadmap umgesetzt. Die Roadmap sieht den Aufbau von 6G-Transferhubs ausdrücklich als Bindeglied zwischen exzellenter Forschung, industrieller Anwendung, Standardisierung und Qualifizierung vor. Der Open6GHub+ übernimmt diese Rolle, indem es bestehende Forschungsinfrastrukturen weiterentwickelt, transferorientierte Ökosysteme etabliert und den Übergang von der Forschung in wirtschaftliche und gesellschaftliche Wirkung gezielt unterstützt.